Zuckerwatte

16. November 2010

Mein Fingerkuppen umschließen schmerzend das eiskalte Gerüst des Regenschirmes. Blaue Schleier ziehen sich über das Weiß des Halbmondes. Feuchte Kälte kriecht.

Schwere Blasen aus Wasser prasseln in meinem Ohr. Eine donnernde Welle Nass wird aufgepeitscht. Meinen Weg versperrt ein Ozean auf Pflastersteinen geboren – lässt Dampfer aus Papier toben.

Ich rieche den Schnee. Klebrige Finger aus Zuckerwatte entschleunigen. Still, ganz still. Die Welt ein wenig langsamer erfahren.

Mit großen Schritten kämpfend durch weiße Mauern stiefeln. Fallen lassen und Engel zeichnen. Papierschiffe liegen fest vertaut im Hafen. Die Mannschaft schläft.

Four Tet – Hidden Track
(Photo via chessy42)